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Ägypten Hotel Reef Oasis Blue Bay

Tagestour zum Katharinenkloster und zum Mosesberg

Abfahrt vom Hotel nach dem Abendessen - spät am Abend. Sie fahren ca. 3 Stunden bis St. Kathrin. Hier erwartet Sie ein ca. 3 stündiger Bergaufstieg bis zum Gipfel des Mosesbergs. Zur Belohnung erleben Sie dann jedoch einen atemberaubenden Sonnenaufgang und eine unglaubliche Aussicht. Nach einem ca. 1 1/2 stündigem Bergabstieg erholen Sie sich bei einem stärkendem Frühstück in einem Hotel. Danach besichtigen Sie das Kloster der heiligen Katharina. Anschließend Rückfahrt nach Sharm el Sheikh.

Soweit die Informationen die man vor dieser Tour bekommt. Hört sich doch alles ganz gut an.

Die Wirklichkeit sieht allerdings etwas anders aus.

Nach dem Abendessen, so gegen 22 Uhr, werden wir abgeholt. Aus unserem Hotel fahren nur 4 Gäste mit. Ein befreundetes Paar und wir. Der Reiseleiter teilt und mit, dass wir noch ein paar andere Gäste abholen müssen. Drei Deutsche und eine Gruppe Italiener. So gondeln wir erst mal durch Sharm el Sheikh. Bis wir den Ort endlich verlassen ist schon eine Stund vergangen. Wer die Strassenverhältnisse in Ägypten kennt, wird sich nicht wundern, dass wir die Strecke (ca. 300 km) bis zum Katharinenkloster nicht in den versprochenen 3 Stunden schaffen. So gegen 02.30 Uhr sind wir endlich da. Unserer Gruppe wird ein Einheimischer Führer zugeteilt und der Aufstieg kann beginnen.

Der Führer legt ein Tempo vor dem wir kaum folgen können. Die ersten 10 Minuten legen wir fast im Laufschritt zurück. Na ja, es ist noch nicht wirklich steil und der weg auch noch halbwegs beleuchtet. Aber nur bis zu Kloster. Jetzt wird der Weg steiler, schmaler, stockdunkel und zu allen Überfluss liegt auch jede Menge Geröll auf dem Weg. Es ist ja nicht so das wir als kleine Gruppe auf den Mosesberg wollen. Es sind schon einige hundert Menschen unterwegs, Und jede Menge Kamele. Das macht den Aufstieg auch nicht einfacher. Man kann sich jederzeit für 10 Euro ein Kamel für den Aufstieg mieten. Haben wir aber nicht gemacht. Der Reiseleiter hat bei der Buchung ja gesagt das zwischendurch auch mal ne Pause gemacht wird. Also so schnell wie eben möglich weiter den Berg hinauf. Mittlerweile sind meine Frau und ich am Ende unserer Gruppe angekommen. Aber die erste Raststation ist schon in Sicht. Nur leider können wir keine Pause machen. Der Einheimische Führer treibt uns gnadenlos an. "Um 6 Uhr ist Sonnenaufgang - Jalla, Jalla".

So geht's eben sofort weiter. Die Kameltreiber hetzten ihre Kamele auch ohne Rücksicht auf Verluste den Berg rauf. Wer nicht schnell genug zur Seite geht, findet sich unter einem Kamel wieder. Und immer wieder die Frage: Kamel reiten? Nein Danke.

An der 4 Raststation müssen wir leider den Aufstieg abbrechen. Meiner Frau tut das Knie weh und ich bin mit meinen Kräften auch so gut wie am Ende. Von Unserer Gruppe haben wir schon ne ganze Weile nichts mehr gesehen. Zum Glück treffen wir wenigstens noch unseren Kameramann. Ihm sagen wir das wir nicht weiter aufsteigen sondern zurück zu Kloster gehen wollen.

Einige Bilder Vom Gipfel haben wir aber trotzdem. Das befreundete Paar hat den Aufstieg geschafft und uns die Fotos zu Verfügung gestellt

In dieser Höhe (Immerhin liegt das Kloster auf ca. 1500 Meter) kann es auch in Ägypten ganz schön kalt werden. Das merken wir beim Abstieg. Es sind ungefähr 5°C. Dafür sind wir eigentlich gar nicht angezogen. Eine Stunde lang tasten wir und bei vollkommener Dunkelheit den Berg hinunter. Unsere Taschenlampe wird auch immer schwächer, und so sind wir froh einen der Rastplätze zu finden. Hier legen wir (mit ein paar anderen Touristen) eine Pause ein und warten darauf, dass es hell wird. Mit dem ersten Licht machen wir uns wieder auf den Weg. Die ungefähre Richtung wissen wir ja noch. Doch bei Tag sieht alles ganz anders aus. Ob wir noch auf dem richtigen Weg sind wissen wir nicht so genau. Aber wir hoffen es.

Endlich sehen wir in der Ferne ein großes Gebäude. das könnte vielleicht das Katharinenkloster sein. Aber sicher sind wir nicht. Bei Tageslicht haben wir das Kloster ja noch nie gesehen. Vor dem Gebäude steht ein kleiner Minibus mit Fahrer. Den haben wir dann gefragt ob wir am Katharinenkloster sind. Noch mal Glück gehabt. Wir sind am Ziel. Die Unterhaltung mit dem Taxifahrer gestaltet sich ziemlich schwierig. Er und ich können nur ein paar Worte Englisch. Er gibt uns zu verstehen, dass wir doch in sein Taxi einsteigen sollen um uns wieder aufzuwärmen. Nach 10 Minuten verabschieden wir und wieder von Machma (so ähnlich hörte sich sein Name jedenfalls an).

Da wir die ersten Touristen am Kloster sind habe ich wenigstens noch die Gelegenheit Fotos vom Menschenleeren Kloster zu machen.

So nach und nach trudeln auch die anderen Touristen wieder am Kloster ein. Die meisten kommen den Weg den wir auch gegangen sind. Die ganz mutigen (oder leichtsinnigen) kommen über den Weg der 3700 Stufen zurück. Ich habe versucht den Abstieg in Bild festzuhalten. Aber man muss schon genau hinsehen um die Leute in der Felswand zu sehen.

Jetzt besichtigen wir das Kloster noch von innen. Es ist allerdings nur ein kleiner Teil des Klosters für Besichtigungen durch Touristen freigegeben. Es herrscht mittlerweile ein Gedränge in dem Kloster wie wir es von den Tempeln in Luxor kennen. Man wir mehr oder weniger durch das Kloster geschoben. Fotos darf man auch nur an ausgesuchten Stellen machen. Die ganze Besichtigung hat ungefähr 30 Minuten gedauert. Zumindest aus unserer Gruppe hat das aber keinen gestört. Nach einer durchwanderten Nacht sind wir doch alle ziemlich kaputt und müde. Und Hunger haben wir auch.

Mosesbrunnen Der brennende Busch

Das Frühstück in einem Hotel in der Nähe fällt ziemlich sparsam aus. Da sind wir von unserem Hotel besseres gewohnt. Aber wenn man Hunger hat ist man nicht so wählerisch. Nach weitern 45 Minuten machen wir uns auf den Rückweg nach Sharm el Sheikh. Nur gut das wir den Ausflug am Anfang unseres Urlaubs gemacht haben. So haben wir noch genug Zeit uns zu erholen.

Unser Fazit zu dieser Tagestour:

Ein paar mehr Infos zu Tourbeginn währen nicht schlecht gewesen. Ob wir den Ausflug dann noch gemacht hätten, kann ich nicht sagen. Man braucht schon eine gute Kondition um in 2,5 Stunden die 750 Höhenmeter bis zum Gipfel des Mosesberges zu schaffen. Wir haben zwar auf halber Strecke aufgegeben, aber ein Erlebnis war die Tour trotzdem. Für unseren nächsten Ägyptenurlaub suchen wir uns aber einen weniger anstrengenden Ausflug aus.


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