LWL Industriemuseum - Die Zeche Nachtigall im Muttental

Unsern Ausflug zur Zeche Nachtigall haben wir am 15.03.2008 unternommen. Das Industriemuseum Zeche Nachtigall ist von uns aus in 10 Minuten mit dem Auto erreicht.

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Am Eingang des Wittener Muttentals erinnern mehrere historische Bruchsteingebäude der ehemaligen Zeche Nachtigall an den frühen Bergbau an der Ruhr. Das Bergwerk entwickelte sich aus einer 1714 erstmals erwähnten Kleinzeche. Sie ging 1832 vom Stollenbau zum Tiefbau über und setzte dabei auch Dampfmaschinen zur Wasserhaltung und Kohlenförderung ein.

Im Wittener Muttental grub man schon früh nach dem *schwarzen Gold* - zunächst in Stollen, dann von senkrechten Schächten aus. Nachtigall ist eine der ersten Zechen, in denen der Übergang zum Tiefbau erfolgte. 1892 stellte die Zeche die Kohleförderung ein. Anschließend siedelte sich auf dem Gelände eine Ziegelei an. Der heutige Standort des LWL-Industriemuseums wurde nach Restaurierung der denkmalgeschützten Zechen- und Ziegeleigebäude im Mai 2003 offiziell eröffnet. Zu den Attraktionen zählen das *Besucherbergwerk Nachtigallstollen* und der Nachbau eines 160 Jahre alten Kohlenschiffes in Originalgröße. Gleich nebenan: das *Gruben- und Feldbahnmuseum* auf der ehemaligen Zeche Theresia. Der ausgeschilderte *Bergbaurundweg Muttental* führt in die Geschichte des frühen Bergbaus ein. Zu besichtigen ist u.a. das *Bethaus der Bergleute*.
(Textquelle: "Entdeckerpass (2008)", Hg.: Regionalverband Ruhr, Essen)

Die Fördermaschine, die Sie jetzt hier sehen, entspricht in ihren Abmessungen und in ihrer Leistung in etwa der früher vorhandenen Dampfmaschine die 1871 in Betrieb ging. Es handelt sich um eine Zwillings-Dampfmaschine mit konischen Seiltrommeln, die 1869 in damals neuen Maschinenhaus der Zeche Nachtigall aufgestellt wurde, um aus dem Schacht Herkules Kohle zu fördern. Eine Fördermaschine mit höherer Leistung war notwendig geworden, weil man den Schacht von etwa 150 m auf über 400 m vertiefen wollte.

Eingangsbereich des Museums Eingangsbereich des Museums

Zwillings-Dampfmaschine Zwillings-Dampfmaschine Zwillings-Dampfmaschine

Nachdem die Dampfmaschine mehr als 20 Jahre in der Textilindustrie gearbeitet hatte, wurde sie umgebaut und ging 1911 als Abteuf-Fördermaschine auf Zeche Jakobi in Oberhausen in Betrieb. Anschließend diente sie von 1921 bis 1973, als Fördermaschine auf Schacht I der Zeche Franz-Haniel (später Prosper-Haniel). Einbau der Dampfmaschine ins Maschinenhaus der Zeche Nachtigall 1987. Das Westfälische Industriemuseum übernahm die Fördermaschine vom Bergwerk Prosper-Haniel. Hundert Jahre nach Fertigstellung der Dampfmaschine in Augsburg wird sie im Maschinenhaus der Zeche Nachtigall eingebaut. Nach der Restaurierung durch die Werkstätten des Westfälischen Industriemuseums wird sie elektrisch angetrieben wieder in Bewegung zu sehen sein.


Einige Bilder aus der Sonderausstellung *Im Auftrag seiner Majestät* im Industriemuseum Zeche Nachtigall.
Schachtanlage im Ruhrgebiet um 1920 Model Ruhrnachen


Bilder aus der Außenausstellung im Industriemuseum Zeche Nachtigall.
Rekonstruierter Nachbau des Ruhrnachen Ludwig Henz. Rekonstruierter Nachbau des Ruhrnachen Ludwig Henz.
(Bildquelle: Eigene Fotos aus dem LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall )


Mein Fazit zum Industriemuseum Zeche Nachtigall:

Das Industriemuseum Zeche Nachtigall ist einen Besuch wert. Wer noch mehr über den Bergbau an der Ruhr wissen möchte kann sich von hier aus direkt auf den Bergbaurundwanderweg begeben. Infos hierzu gibt es auf meiner Seite. Mehr...

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