LWL Industriemuseum - Zeche Zollern Dortmund

Da wir ja in einer Bergbauregion wohnen, wollten wir uns einen Besuch des Industriemuseums Zeche Zollern natürlich nicht entgehen lassen. Das Museum liegt nur ca. 25 Km von unserem Wohnort entfernt.

Die RuhrTOPCard im Internet

Die Zeche Zollern wurde früher auch *Schloss der Arbeit* genannt. Sie ist die wohl schönste Zeche im Ruhrgebiet. Die Hauptatraktion dieses Museums ist die Maschinenhalle. Leider ist sie wegen Renovierungsarbeiten bis zum Jahr 2010 für Besucher nicht zu besichtigen.

Die Zeche Zollern war bei ihrer Einweihung 1898 die Musterzeche der Gelsenkirchener Bergwerks AG. Mit herrschaftlicher Architektur und modernster Technik dokumentiert die Anlage den Übergang vom Histoismus zum Jugendstil, der u.a. Ausdruck fand in den Mamorschalttafeln und im Portal der maschinenhalle. Seit 1969 unter Denkmalschutz, ist die Zeche heute Zentrale des LWL-Industriemuseums des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Dauer- und Sonerausstellungen in den restaurieten Tagesanlagen vermitteln Erwachsenen wie Kindern Einblick in die Arbeit eines Bergwerks in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Wie Bergarbeiterfamilien lebten, erfahren Besucher in der Siedlung vor dem Zechentor. (Textquelle: "Entdeckerpass (2008)", Hg.: Regionalverband Ruhr, Essen)

Die ZecheZollern ist heute einer von acht authentischen Industriestandorten des Westfälischen Industriemuseums. Hier wird die Geschichte einer ruhrgebietsprägenden Branche erklärt.

Eingangsbereich des Museums Eingangsbereich des Museums

Eingangsbereich des Museums Eingangsbereich des Museums Eingangsbereich des Museums


Das linke Bild zeigt eine Motorspritze von Hansa Lloyd aus dem Jahre 1920. Je nach Ausführung hatten die Fahrzeuge eine Motorleistung von 45 bis 70 PS und eine Pumpleistung von 800 - 1500 Litern/Minute. Ein Wassertank, der bis zu 400 Liter fassen konnte, ermöglichte den sofortigen Einsatz und überbrückte die Zeit, in der am Brandort die Wasserversorgung hergestellt wurde.
Auf dem rechten Bild sieht man eine Dampfspritze von Merryweather um 1880. Die Londoner Firma Merryweather gehörte im 19. Jahrhundert zu den führenden Herrstellern in Europa und belieferte auch deutsche Großstadt-Feuerwehren.

Motorspritze Hansa Lloyd Dampfspritze Merryweather um 1880


Der Förderturm

Bei den Fotos vom Förderturm habe ich Blut und Wasser geschwitzt. Leider bin ich nicht schwindelfrei. Aber auf ein paar Fotos von oben wollte ich auch nicht verzichten.


Noch einige Bilder aus dem Museum.
höher rauf ging es nicht mehr..
(Bildquelle: Eigene Fotos aus dem LWL-Industriemuseum Zeche Zollern )


Mein Fazit zum Industriemuseum Zeche Zollern:

Das Industriemuseum Zeche Zollern hat meine Erwartungen voll erfüllt. Es war nur schade, dass die Maschinenhalle bis 2010 grundsaniert wird und somit für Besucher geschlossen ist. Der Museumsbesuch hat ungefähr zwei Stunden gedauert. Es ist aber auch kein Problem sich hier vier Stunden aufzuhalten.

Mit einem Klick wird eine PDF-Datei erzeugt.