Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Heute am 22.03.2008 ist so richtiges *Mistwetter*. Da stellt sich die Frage: Was können wir heute unternehmen? Bei so einem Wetter bietet sich ein Besuch in einem Museum an. Da der Wetterbericht Schnee vorhergesagt hat wollen wir nicht allzuweit fahren. Wir entschließen uns zu einem Besuch im Deutschen Bergbau-Museum Bochum. Das Museum ist für uns in 20 Minuten zu erreichen.

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Weithin grüßt das Fördergerüst der ehemaligen Dortmunder Zeche Germania über dem Deutschen Bergbau-Museum in Bochum. Mit dem Förderkorb kann der Besucher hinauffahren und weite Teile des Ruhrgebietes überblicken. Erbaut wurde das Museumsgebäude von dem bedeutenden Industriearchitekten Fritz Schupp in den 1930er Jahren. Heute beherbergt es umfangreiche montanhistorische Sammlungen, die in verschiedenen Abteilungen und Sonderaustellungen die weltweite Bergbaugeschichte erzählen. Eine besondere Attraktion ist das Anschauungsbergwerk unter dem Museum mit einem Streckennetz von ca. 2,5 km Länge. Hautnah vermittelt wird der grundlegende Wandel der Arbeit des Bergmanns unter Tage.
(Textquelle: "Entdeckerpass (2008)", Hg.: Regionalverband Ruhr, Essen)

Vor dem Eingang steht eine Luftdruck Lokomotive Type DL 28/20 der Demag AG Augsburg. Die Lok hat eine Leistung von 21 Kw bei einem Luftdruck von 17 Bar. Gebaut wurde die Lok im Jahre 1943.

Eingangsbereich des Museums Luftdruck Lokomotive Type DL 28/20

Zuerst müssen wir natürlich die Hauptattraktion des Museums besichtigen. Das Anschauungsbergwerk.
Hier geht es abwärts. Streckenvortriebsmaschine Krupp-Tunnesfräser KTF 208 von 1967 Salzgitter-Drehschlagbohrmaschine Type V 75/23 Luftdruck Lokomotive Ganz schön dunkel hier unten Strebausbau mit Hydraulikschilden Der letzte Bergewagen

Jetzt geht es rauf auf das Fördergerüst.

Erstmal ein paar Technische Daten
Aufgebaut auf der Schachtanlage Germania: 1944
Wiederaufbau im Bergbaumuseum: 1973
Gesamthöhe: 71,40 m
Höhe bis zur oberen Seilscheibenbühne: 62 m
Seilscheibendurchmesser: 8 m
Gesamtgewicht: 650 t
Seilscheibe mit 8 Meter Durchmesser Blick über Bochum Schon wieder Gitterroste! Blick vom Fördergerüst auf den Museumseingang

Hier habe ich noch einige Bilder aus dem Museum zusammengestellt. Es ist aber nur ein kleiner Einblick in die Vielfalt der Ausstellungsstücke.
Model einer Dampffördermaschine von W.Hunk Castrop-Rauxel Einschienen Hängebahn Trommel-Fördermaschine Einstrang Schubkurbelpresse

Größter Steinkohleblock der Welt. Gesamtgewicht ca. 5t Blaues Steinsalz Sylvinit 300 Millionen Jahre alter Steinkern von einem Schuppen- oder Siegelbaum
(Bildquelle: Eigene Fotos aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum )


Mein Fazit zum Deutschen Bergbau-Museum Bochum:

Der Besuch des Bergbau-Museums Bochum hat sich gelohnt. Der Museumsbesuch hat ca. 3 Stunden gedauert. Und ich habe nicht rumgetrödelt. Trotzdem bin ich nicht sicher, ob ich wirklich alles gesehen habe. Was mich persönlich etwas gestört hat ist das Fehlen von Hinweistafeln zu den einzelnen Maschinen. Als Nicht-Bergmann kann man nicht bei jeder Maschine sofort sehen wofür sie eingesetzt wurde. Ansonsten ist das Museum aber *TOP*.

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